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„Vergelt’s Gott für alles, Markus“ – Besuch bei der Familie Eicher in Inzell

Inzell – Es war ein stiller, sehr persönlicher Moment der Erinnerung: Als Landesobmann Eisschnelllauf/Shorttrack des Bayerischen Eissport-Verbandes e.V. (BEV) besuchte Christoph Zauner am Freitag, 28.11.2025, die Witwe des verstorbenen Bundestrainers Markus Eicher, Conny Eicher, in Inzell. Im Namen des BEV überreichte er ihr das Jubiläumsbuch „100 Jahre Bayerischer Eissport-Verband e.V.“ – ein Band, in dem auch ein Foto und ein würdigender Beitrag über Markus Eicher enthalten sind.

„Mit diesem Buch möchten wir als BEV Danke sagen – für alles, was Markus Eicher für den Eisschnelllauf in Deutschland und ganz besonders für Inzell geleistet hat“, betonte Zauner bei seinem Besuch.

Persönliche Verbindung zur Familie

Das Wiedersehen hatte für den Landesobmann auch eine sehr persönliche Note: Früher wohnte er zwei Jahre lang in der Einliegerwohnung der Familie Eicher. Aus dieser Zeit sind viele Erinnerungen an den Trainer, den Menschen und Familienvater Markus Eicher geblieben.

Im Gespräch mit Conny Eicher ging es nicht nur um alte Zeiten, sondern auch darum, wie stark der Name Eicher bis heute mit dem Eisschnelllauf in Inzell und weit darüber hinaus verbunden ist.

Ein Trainer, der eine goldene Ära prägte

Im Jubiläumsbuch „100 Jahre Bayerischer Eissport-Verband e.V.“ wird Markus Eicher mit folgenden Worten gewürdigt:

„Doch wir wollen nicht nur das Augenmerk auf unsere Sportler legen, sondern auch auf den wohl erfolgreichsten Eisschnelllauf-Trainer Bayerns. Über viele Jahre hinweg prägte Markus Eicher den Eisschnelllauf in Bayern und anschließend in ganz Deutschland als Bundestrainer entscheidend, mit seiner Fachkompetenz und seinem unermüdlichen Engagement führte er Toptalente wie Anni Friesinger zu mehreren Olympiamedaillen und trug maßgeblich dazu bei, dass Inzell zu einem der bedeutendsten Eisschnelllauf-Zentren Europas wurde. Sein Einsatz galt jedoch nicht nur der Weltspitze – auch die Nachwuchsförderung und die Entwicklung junger Talente lagen ihm stets am Herzen. Ohne Markus Eicher wäre der deutsche Eisschnelllauf nicht da gestanden, wo er einmal war und immer noch ist.“

Diese Zeilen fassen zusammen, was viele im Eisschnelllauf empfinden: Markus Eicher prägte den Sport in Bayern und Deutschland über Jahrzehnte – als akribischer Trainer, leidenschaftlicher Förderer und wichtiger Motor für die Entwicklung des Standorts Inzell.

Auf dem Bild: Anni Friesinger und Markus Eicher

Markus-Eicher-Gedächtniscup als lebendiges Andenken

Wie lebendig das Andenken an den Inzeller Trainer auch sportlich weitergeführt wird, zeigte sich am vergangenen Wochenende in der Max-Aicher-Arena: Beim Markus-Eicher-Gedächtniscup gingen zahlreiche Nachwuchstalente an den Start und sorgten mit vielen persönlichen Bestzeiten und starken Leistungen für ein beeindruckendes Wettkampfwochenende.

Ein besonders emotionaler Moment war die Siegerehrung: Conny Eicher führte gemeinsam mit ihren Kindern die Ehrungen der erfolgreichen Sportlerinnen und Sportler durch. Damit setzte die Familie selbst ein starkes Zeichen der Verbundenheit mit dem Nachwuchs und dem Standort Inzell. Der Wettkampf ist längst zu einem festen Höhepunkt im Kalender geworden – und zu einem Symbol dafür, dass das sportliche und menschliche Erbe von Markus Eicher weiterlebt.

Auf dem Bild: Markus Eicher

Dank des BEV an einen großen Eisschnelllauf-Pionier

„Der Bayerische Eissport-Verband bedankt sich für alles, was Markus Eicher für den Eisschnelllauf in Deutschland getan hat – als Trainer, als Ideengeber, als Motor und als Mensch“, sagt Landesobmann Christoph Zauner.

Mit dem Besuch bei Conny Eicher, dem Jubiläumsbuch und dem jährlich ausgetragenen Markus-Eicher-Gedächtniscup wolle man dieses „Vergelt’s Gott“ sichtbar machen – für einen Mann, der wie kaum ein anderer für Inzell, den bayerischen Eissport und den deutschen Eisschnelllauf stand.

„Vergelt’s Gott für ALLES, Markus Eicher“, so Zauner. „Dein Name, Deine Arbeit und Deine Leidenschaft werden auf und neben dem Eis unvergessen bleiben.“

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