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Bayerische Eiskunstläufer setzen Ausrufezeichen bei WM in Prag

Die Eiskunstlauf-Weltmeisterschaften in Prag sind aus bayerischer Sicht mit starken Leistungen und wichtigen Entwicklungsschritten zu Ende gegangen. Sowohl im Eistanz als auch im Herren-Einzel konnten Athletinnen und Athleten aus Bayern wertvolle internationale Erfahrungen sammeln und sich auf großer Bühne behaupten.

Foto: Petra Lawall

Für ein echtes Highlight sorgten die Oberstdorfer Eistänzer Jennifer Janse van Rensburg und Benjamin Steffan. Nach einer Saison mit Rückschlägen, darunter die krankheitsbedingte Absage der Europameisterschaften und das knapp verpasste Finale bei den Olympischen Winterspielen, gelang ihnen in Prag ein wichtiger Erfolg. Mit einem überzeugenden Rhythm Dance qualifizierten sich die fünfmaligen Deutschen Meister für das Finale der besten 20 Paare.

Besonders bemerkenswert: Das fehleranfällige Twizzle-Element, das ihnen bei den Olympischen Spielen noch Probleme bereitet hatte, gelang diesmal sicher. Im Finale präsentierten sie vor rund 15.000 Zuschauern in der ausverkauften Arena ihre ausdrucksstarke Kür und liefen ein sauberes, flüssiges Programm. Am Ende stand Platz 17 mit 177,53 Punkten – ein Ergebnis, das den Saisonverlauf versöhnlich abrundet.

„Wir haben gezeigt, was für ein tolles Programm wir haben“, resümierte Benjamin Steffan. Auch wenn sich das Duo in der Bewertung noch etwas mehr erhofft hatte, überwog die Zufriedenheit. Die Atmosphäre in Prag und die Unterstützung des Publikums machten den Auftritt zu einem besonderen Erlebnis. Nach einer langen Saison richtet sich der Blick nun auf Erholung und die Vorbereitung auf den kommenden Winter.

 

Foto: Petra Lawall

Ebenfalls mit einem Achtungserfolg präsentierte sich der erst 18-jährige Genrikh Gartung bei seiner WM-Premiere im Herren-Einzel. Der Deutsche Meister und jüngste Teilnehmer im Feld qualifizierte sich mit einem starken Kurzprogramm direkt für das Finale – ein bedeutender Schritt in seiner noch jungen Karriere.

In der Kür zeigte sich dann die Belastung einer intensiven Saison. Trotz geplanter anspruchsvoller Sprungkombinationen fehlte am Ende etwas die Kraft für eine fehlerfreie Darbietung. Dennoch bewies Gartung Kampfgeist und brachte wichtige Elemente durch. Mit insgesamt 192,31 Punkten belegte er Rang 24.

„Ich habe bis zum Ende gekämpft“, sagte der Münchner, der aus der WM wertvolle Erkenntnisse mitnimmt. Ziel für die Zukunft sei es, an Stabilität und Selbstvertrauen zu gewinnen. Auch sein Trainer zeigte sich zufrieden mit dem Auftritt und betonte die Bedeutung dieser Erfahrungen für die weitere Entwicklung.

 

Die Weltmeisterschaften in Prag haben einmal mehr gezeigt, dass der bayerische Eiskunstlauf auf internationalem Niveau konkurrenzfähig ist. Mit starken Leistungen, emotionalen Momenten und wichtigen Lernprozessen gehen die Athletinnen und Athleten nun in die wohlverdiente Pause – bevor der Blick bereits wieder auf die nächste Saison gerichtet wird.

 

Quelle: Deutsche Eislauf-Union (DEU)
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