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Doppeltes Viertelfinal-Aus: Deutsche Eishockey-Teams kämpfen sich durch Olympia 2026

Eishockey Herren bei Olympia 2026: DEB-Team mit Höhen und Tiefen in Mailand und Cortina

Die Olympischen Winterspiele 2026 in Mailand und Cortina d’Ampezzo waren für die deutsche Herren-Eishockey-Nationalmannschaft ein Turnier voller Emotionen und harter Prüfungen. Mit NHL-Stars und einer Reihe bayerischer Topspieler im Kader trat das Team als nominell stärkste deutsche Auswahl der Geschichte an.

Vorrunde: Traumstart gegen Dänemark

Die DEB-Auswahl begann das Turnier mit einem starken 3:1-Erfolg gegen Dänemark. Leon Draisaitl, Kapitän und Leitfigur des Teams, erzielte bereits nach 23 Sekunden das frühe Führungstor. Tim Stützle legte zwei weitere Tore nach und markierte seine ersten Länderspieltore. In der Defensive sorgten Philipp Grubauer im Tor und Verteidiger Fabio Wagner für Stabilität, während die bayerischen Stürmer Reichel, Kahun und Peterka immer wieder Nadelstiche in der Offensive setzten.

Rückschläge gegen Lettland und die USA

Im zweiten Vorrundenspiel kassierte Deutschland gegen Lettland eine bittere 3:4-Niederlage. Trotz starker Leistungen einzelner Spieler – allen voran Lukas Reichel, der wichtige Tore beisteuerte – konnten defensive Unsicherheiten und Strafen die Partie nicht halten.

Gegen die USA folgte eine 1:5-Klatsche. Die Favoriten dominierten das Spiel, während Deutschland kämpfte, aber chancenlos blieb.

Qualifikationsrunde gegen Frankreich: Bayerische Klasse zeigt Wirkung

Um ins Viertelfinale zu gelangen, musste Deutschland gegen Frankreich antreten. Hier zeigten die bayerischen Spieler ihre Bedeutung: Grubauer hielt den Kasten mit einer Fangquote von 96,8 %. Joshua Samanski konnte der Mannschaft ein entscheidendes Tor beisteuern.

Viertelfinale: Deutliches Aus gegen die Slowakei

Nach dem überzeugenden 5:1-Erfolg gegen Frankreich in der Qualifikationsrunde hatte sich Deutschland mit neuem Selbstvertrauen ins Viertelfinale gespielt. Dort wartete jedoch mit der Slowakei ein Gegner, der von Beginn an das Tempo bestimmte und die deutschen Schwächen konsequent ausnutzte.

Bereits in der Vorrunde hatte das DEB-Team wechselhafte Leistungen gezeigt – auf den starken Auftaktsieg gegen Dänemark folgten die Niederlagen gegen Lettland und die USA. Auch im Viertelfinale gelang es nicht, über die gesamte Spielzeit Stabilität zu entwickeln. Die Slowakei nutzte ihre Chancen effizient und setzte sich am Ende klar mit 2:6 durch.

Damit endete das olympische Turnier für die deutsche Mannschaft im Viertelfinale. Trotz des deutlichen Ergebnisses steht unter dem Strich eine Turnierleistung mit Licht und Schatten: starker Start, überzeugende Reaktion in der Qualifikation – aber letztlich ein klarer Dämpfer im Kampf um die Medaillenränge.

 

 

Eishockey Frauen bei Olympia 2026: Bayerische Spielerinnen prägen DEB-Auftritt in Mailand

Die Olympischen Winterspiele 2026 in Mailand und Cortina waren für die deutschen Eishockey-Frauen ein Turnier voller Kämpfe, Highlights und intensiver Momente. Die Mannschaft des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) trat mit einer Reihe bayerischer Spielerinnen an, die das Rückgrat der Mannschaft bildeten und entscheidend zu den Erfolgen in der Vorrunde beitrugen.

Vorrunde: Hart erkämpfte Siege und solide Leistungen

Die deutschen Eishockey-Frauen kehrten 2026 erstmals seit 2014 zurück auf die olympische Bühne und hatten das Ziel, die K.-o.-Phase zu erreichen, bereits in der Vorrunde erfolgreich erfüllt. Nach der Auftaktniederlage gegen Schweden (1:4) zeigte das Team eine Steigerung in den folgenden Spielen: Gegen Japan sicherten sich die Spielerinnen einen wichtigen Sieg, gegen Frankreich setzte sich Deutschland nach Verlängerung mit 2:1 durch, und im letzten Vorrundenspiel gegen Gastgeber Italien gewann die Mannschaft knapp mit 2:1. Damit belegte Deutschland in der Gruppe B den zweiten Platz hinter Schweden.

Viertelfinal-Aus gegen Kanada

Im Viertelfinale traf das DEB-Team auf die favorisierten Kanadierinnen. Kanada erwies sich als überlegener Gegner und siegte am Ende mit 5:1. Die Tore für Kanada erzielten Brianne Jenner, Claire Thompson, Sarah Fillier, Blayre Turnbull und Marie-Philip Poulin. Für Deutschland erzielte Franziska Feldmeier in Unterzahl den einzigen Treffer in der 49. Minute. Bereits nach einer Minute geriet Deutschland in Rückstand, bevor kurz vor Ende des ersten Drittels das 2:0 fiel, als Claire Thompson einen Schuss durch Torhüterin Sandra Abstreiter hindurch verwandelte. Im zweiten Drittel erhöhte Sarah Fillier im Powerplay auf 3:0, und Blayre Turnbull traf früh im Schlussabschnitt zum 4:0. Den deutschen Ehrentreffer erzielte Feldmeier, bevor Marie-Philip Poulin acht Minuten vor Schluss den 5:1-Endstand herstellte.

Trotz der deutlichen Niederlage zeigte das DEB-Team Kampfgeist und konnte das Minimalziel Viertelfinale erreichen. Mit den drei Siegen in der Vorrunde gegen Japan, Frankreich und Italien gelang dem deutschen Team ein klarer Fortschritt im Vergleich zur letzten Olympiateilnahme 2014, als das Team bereits in der Gruppenphase ausschied.

Bilder: @teamdeutschland
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